Handwerk & handwerkliche Berufe

Handwerker-Jobs

„Ein Mann, ein Wort, ein Werkzeug.“ Deutsches Sprichwort

Das deutsche Handwerk besteht aus etwa einer Millionen Betrieben mit mehr als fünf Millionen Jobs, die einen jährlichen Umsatz von über 500 Milliarden Euro erwirtschaften. Diese Handwerker-Jobs verteilen sich auf die gesamte Fläche Deutschlands und tragen Wohlstand auch in ländliche Regionen.

Deutsche Handwerksbetriebe haben wegen des Rückhalts durch die Handwerkskammern eine sehr viele höhere Lebenserwartung als Betriebe in anderen Wirtschaftszweigen. Handwerker-Jobs bieten damit sehr viel mehr Arbeitsplatzsicherheit als Beschäftigungen in anderen Wirtschaftszweigen. Die alten Grundsätze der Handwerkerehre wie Zuverlässigkeit, Vertrauen, Qualität und Ausbildungssicherheit haben vielerorts noch Geltung und begründen den wirtschaftlichen Erfolg und die berufliche Sicherheit für den großen Teil der deutschen Handwerker.

Ausbildung im Handwerk

„Dreimal abgesägt und immer noch zu kurz.“ Deutsches Sprichwort

Den deutschen Handwerksbetrieben gehören mehr als 30 % aller Auszubildenden an. Das sind fast eine halbe Million Handwerker-Jobs für junge Menschen, die überwiegend in Kleinbetrieben mit bis zu 20 Personen arbeiten. Viele Gewerke stellen sich offensiv dem internationalen Wettbewerb und wollen die Chancen der Globalisierung und neuer Märkte nutzen. Der Schlüssel für solche Erfolge sind gut ausgebildete Nachwuchskräfte, die unter sachkundiger Anleitung in ihr Fach eingearbeitet wurden und sich bestens entwickelt haben.

Kunden fragen immer mehr nach individuellen Lösungen, so dass auch immer mehr attraktive Aus- und Weiterbildungsangebote für Handwerker-Jobs angeboten werden. Junge Leute werden an die jeweilige Materie herangeführt und entwickeln sich zu kompetenten Fachkräften, die dauerhaft am Arbeitsmarkt gefragt sind. Zusammen mit der Meisterprüfung erwerben junge Handwerker seit einigen Jahren auch die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Sie können dann studieren, was sie möchten, solange keine spezifischen Zulassungsbeschränkungen für einen bestimmten Studiengang dies im Einzelfall verhindern.

Die bestandene Meisterprüfung wird im allgemeinen Qualifikationsrahmen nämlich einem akademischen B.A.-Grad gleichgesetzt und entsprechend vergütet. Gerade frisch gebackene Meister nutzen diese Chance gerne, um sich für weitere Tätigkeiten zu qualifizieren. Themenverwandte Studiengänge nehmen teilweise sogar schon Gesellen auf.

Handwerker-Jobs und Mittelstand

Die meisten Handwerksbetriebe gehören zur Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Solche Betriebe können sehr flexibel auf eine Nachfragesituation reagieren. Die wichtigsten Auftraggeber für handwerkliche Tätigkeiten sind übrigens Frauen, die zu 80 % über die Verwendung von privaten Einkommen und damit auch über Jobs für Handwerker entscheiden.

Das mittelständische Handwerk hat sich deshalb schon in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu einem Innovationsmotor und Qualitätsanbieter in Konkurrenz zum industriellen Einheitsbrei entwickelt. Gefragt sind individuelle und kreative Arbeitsleistungen, die ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind. Aus diesem Grund ist in den letzten Jahren auch die Nachfrage nach Reparaturarbeiten gestiegen, weil die Wegwerf-Mentalität langsam wieder aus der Mode kommt. Handwerker können sich in ihren Jobs wieder stärker entfalten und sind vermehrt als Individualisten gefragt.

International hat das deutsche Handwerk einen exzellenten Ruf. In vielen Nachbarländern wie Polen oder den Niederlanden hat das Handwerk sehr viel niedrigere Standards, so dass auch von solchen Ländern eine hohe Nachfrage nach qualifizierten, deutschen Handwerkern ausgeht und viele Jobs vergeben werden.

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2017-11-21 05:43:44